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Vier Milliarden Euro für den Gazastreifen

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Vier Milliarden Euro für den Gazastreifen

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Die internationale Gemeinschaft will mehr als vier Milliarden Euro für den Wiederaufbau des Gazastreifens bereitstellen. Zum Abschluß einer Konferenz im ägyptischen Scharm el Scheich wiesen die Teilnehmer zugleich darauf hin, dass die Bemühungen um eine politische Einigung zwischen den Palästinensern und der neu zu bildenden israelischen Regierung fortgesetzt werden müssten. Ägyptens Staatschef Hosnis Mubarak hatte zu dem Treffen eingeladen, an dem Regierungschefs, Minister und Diplomaten aus mehr als 70 Staaten teilnahmen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas betonte ebenfalls, dass der Wiederaufbau ohne eine politische Lösung unzureichend bleiben müsse.

Den größten Beitrag will das Königreich Saudi-Arabien leisten.Die Regierung in Berlin will sich mit 150 Millionen Euro beteiligen. Ein Sprecher der radikal-islamischen Hamas, die den Gaza-Streifen kontrolliert, forderte die Geberländer dazu auf, die Hilfen direkt den Palästinensern zukommen zu lassen, ohne auf den inner-palästinensischen Konflikt Einfluss zu nehmen. Auch forderte er die internationale Gemeinschaft auf, die Führung der Hamas im Gazastreifen anzuerkennen. Die Hamas hatte die Fatah von Abbas im Sommer 2007 von dort vertrieben. Auslöser der jüngsten Militär-Offensive Israels im Gazastreifen waren Raketenangriffe der Hamas