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Digitaler Fingerabdruck im Parlament sorgt für Kritik

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Digitaler Fingerabdruck im Parlament sorgt für Kritik

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Im italienischen Parlament soll der digitale Fingerabdruck den Missbrauch bei Abstimmungen künftig verhindern. Doch mehr als 200 Parlamentarier verweigern ihre Zustimmung zu dem neuen Kontrollsystem.

Eine Chipkarte mit den Informationen über die Identität des Abgeordneten, soll nun vor der Stimmenabgabe in einen elektronischen Terminal eingegeben werden. Damit soll verhindert werden, dass Abgeordnete bei Abstimmungen für abwesende Kollegen mitenscheiden. Ein Mitglied der Liberalen spricht sich gegen den Fingerabdruck aus. In Demokratien sollten die Parlamentarier voller Stolz die Interessen der Bürger vertreten und nicht wie Kriminelle behandelt werden. Medienberichten zufolge sollen einzelne, als “Pianisten” bezeichnete Parlamentarier bis zu sieben Stimmen abgegeben haben. Ein Grünen-Abgeordneter unterstützt das neue Kontrollsystem, denn die Mehrheit des Parlamentes habe dafür gestimmt, die Fingerabdrücke von jedem Bürger zu nehmen. Abgeordnete würden so wie alle anderen auch behandelt. Das 400.000 Euro teure System sollte eigentlich kommende Woche in Kraft treten.