Eilmeldung

Eilmeldung

Euros statt IWF-Kredite

Sie lesen gerade:

Euros statt IWF-Kredite

Schriftgrösse Aa Aa

Die Euro-Zone kann Mitgliedsländern unter die Arme zu greifen, auch wenn sie in eine ernste Krise geraten. EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquin Almunia sagte, es gebe Lösungen, bevor sich ein Land dem Internationalen Währungsfonds zuwenden müsse. Politisch und wirtschaftlich sei die Euro-Zone darauf eingerichtet, sich Krisen-Situationen in einzelnen Ländern zu stellen.

Almunia sagte zudem, dass Banken aus dem Westen bei Bedarf ihre Töchter in Osteuropa rekapitalisieren müssten. Die Finanzkrise hat vor allem osteuropäische EU-Länder hart getroffen, die nicht der Euro-Zone angehören. Auf den Kapitalmärkten wird ihnen kaum noch Geld geliehen. Zuvor hatte der Wirtschafts- und Währungskommissar diese Staaten aufgerufen, rasch die Kriterien für einen Beitritt in den Euroraum zu erfüllen. Die Schwierigkeiten – nicht nur für die Staaten im Osten – könnten unterdessen noch zunehmen. Nach Einschätzung der OECD wird der Abschwung der Weltwirtschaft stärker als zuletzt befürchtet. Die Rezession werde sich verschärfen, hieß es bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das laufende Quartal werde wahrscheinlich das schlimmste.