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Neuer Prozess gegen Kremlkritiker Chodorkowski

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Neuer Prozess gegen Kremlkritiker Chodorkowski

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In Moskau hat ein neuer Prozess gegen den früheren Ölmilliardär Michail Chodorkowski begonnen. Der 45-Jährige sitzt in Sibirien bereits eine achtjährige Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung ab. Vor dem Gericht nahm die Polizei etwa zehn Demonstranten fest, die für den Kremlkritiker demonstriert hatten.

Der früheren Chef des Ölkonzerns Yukos ist wegen Unterschlagung und Geldwäsche in Milliardenhöhe angeklagt. Ihm drohen weitere 22 Jahre Haft. Mitangeklagt ist auch sein früherer Geschäftspartner Platon Lebedew. Chodorkowski bestreitet die Vorwürfe. Seine Anwälte halten sie für verjährt – und völlig überzogen. Ihr Mandant werde beschuldigt, mehr Öl unterschlagen zu haben als der Konzern in den betroffenen Jahren gefördert habe. Beobachter halten den Prozess für vom Kreml gelenkt. Der einst reichste Manns Russlands hatte offen die Opposition unterstützt. Das Verfahren gilt auch als Test für Russlands Demokratiefortschritte.