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Sri Lankas Cricket-Mannschaft entkommt Angriff in Pakistan

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Sri Lankas Cricket-Mannschaft entkommt Angriff in Pakistan

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Nach dem Angriff auf Sri Lankas Cricket-Nationalmannschaft im ostpakistanischen Lahore ist es zu diplomatischen Spannungen zwischen Indien und Pakistan gekommen.

Bei dem Anschlag waren mindestens acht Menschen getötet worden, darunter sechs Polizisten. Sechs srilankische Nationalspieler und ihr britischer Trainer sowie mehrere Sicherheitskräfte wurden verletzt. Bewaffnete hatte mit Maschinengewehren das Feuer auf den von der Polizei geschützten Konvoi eröffnet: “Plötzlich wurde heftig geschossen, ich fing an zu beten!”, sagte ein Polizist. Er habe nur überlebt, weil er im Wagen hinten gesessen habe. Dem Busfahrer gelang es, die Mannschaft weiter ins Stadion zu fahren. Am Tatort entschärfte die Polizei zwei Autobomben, Waffen und Handgranaten wurden gefunden. Wer die Attentäter sind, ist unklar. Ein pakistanischer Minister beschuldigte Indien, dahinter zu stecken. Lahore liegt nur wenige Kilometer von der gemeinsamen Grenze entfernt. Der Gouverneur der Provinz Punjab verdächtigte hingegen die gleiche Gruppe, die im vergangenen November Luxushotels im indischen Mumbai angegriffen hatte. Indien hatte seine Teilnahme an dem Cricket-Spiel deswegen abgesagt, stattdessen war die Mannschaft Sri Lankas eingesprungen. Cricket ist in Südasien sehr beliebt, der Anschlag hat daher starke Symbolkraft.