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Koffein gegen Hautkrebs


Sci-Tech

Koffein gegen Hautkrebs

Kaffeetrinken muss nicht unbedingt ungesund sein. Mehrere epidemiologische Studien und Versuche mit Mäusen haben bereits aufgezeigt, dass Koffein vor Hautkrebs schützen kann.

Wissenschaftler der University of Washington haben jetzt genauer den Mechanismus untersucht. Sie testeten die Wirkung von Koffein auf UV-bestrahlte menschliche Hautzellen. Durch die UV-Strahlung kann das Erbgut in den Zellen geschädigt werden. Die Zellen müssen dann entscheiden, ob sie den Schaden reparieren oder lieber den programmierten Zelltod einleiten. Bei Krebszellen bleibt dieser “Selbstmord” in der Regel aus, stattdessen vermehren sich die geschädigten Zellen weiter. Mit Koffein behandelte Zellen leiteten hingegen deutlich häufiger den programmierten Zelltod, die Apoptose ein. Wie dies funktioniert, haben nun die Wissenschaftler der University of Washington in Seattle herausgefunden: Das Koffein wirkt demnach insbesondere auf das Protein ATR. Jenes spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung in der Zelle, ob repariert oder das Absterben eingeleitet wird. Diese Erkenntnis ist aber erst ein erster Schritt, die Forscher selbst weisen darauf hin, dass weitere klinische Nachweise nötig sind und es jetzt nichts bringt, Unmengen Kaffee zu trinken. Auf lange Sicht hin könnte das Koffein allerdings ein nützlicher Bestandteil in Sonnencremes werden. Bester Schutz gegen den Hautkrebs bleibt also weiterhin: nicht Kaffetrinken, sondern die Sonne meiden und sich gut eincremen.

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