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Ex-Finanzminister wird neuer UBS - Chef

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Ex-Finanzminister wird neuer UBS - Chef

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Bei der Schweizer Großbank UBS gibt es einen weiteren Führungswechsel. Der frühere Finanzminister Kaspar Villiger löst Mitte April Peter Kurer als Präsident des Verwaltungsrats ab. Der 68-jährige gehörte von 1989 bis 2003 der Regierung in Bern an – nun soll er die angeschlagene Bank aus der Krise führen.

“Es geht um viel”, so der neue Verwaltungsratspräsident auf einer Pressekonferenz. “Ein Untergang einer solchen Bank würde ihr Land, in diesem Fall die Schweiz, in ihren Grundfesten erschüttern, zigtausend Arbeitsplätze wären betroffen, es müssten Milliarden Steuergelder investiert werden.” Milliardenverluste – vor allem durch eine aggressive Expansionsstrategie in den USA – gehören zu den Problemen von UBS: Zudem liegt die Bank im Dauerstreit mit den US-Steuerbehörden. Vor einigen Wochen hatte sie auf Druck Washingtons bis zu 300 Kundendaten freigegeben – und damit das Schweizer Bankgeheimnisse missachtet. Darüber hinaus befindet sich die UBS wegen der Kreditkrise in hoher staatlicher Abhängigkeit. In der Schweiz hoffen viele, dass Villigers politische und internationale Erfahrung ihm in den kommenden schwierigen Monaten helfen wird.