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Porsche-Museum macht Mercedes Konkurrenz

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Porsche-Museum macht Mercedes Konkurrenz

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Eine Legende hat jetzt ihr eigenes Museum: Das Porsche-Museum öffnete vor gut einem Monat seine Pforten in Stuttgart-Zuffenhausen. In vier Jahren wurde der Prestigebau hochgezogen, 170 Architekturbüros aus ganz Europa hatten sich dafür beworben.

Porsche macht damit Mercedes nicht nur auf der Straße, sondern auch mit aufwändigen Museumsbauten in Stuttgart Konkurrenz. Auf über 5.500 Quadratmetern präsentieren sich die Ikonen aus sechs Jahrzehnten Sportwagengeschichte made in Germany. Doch sie sollen keinesfalls im Museum verstauben: Als “Rollendes Museum” werden sie auch noch ins Rennen geschickt – damit sie fahren: “In Schuss bleiben die Autos, indem man sie wirklich bewegt. Ich hab so einen Spruch: Keine Leichen ins Museum. Und es ist auch eine alte Erfahrung: Die Autos, die man ständig benutzt, die pflegt man und die bleiben auch so am besten in Form”, erklärt Klaus Bischof vom “Rollenden Museum”. Nicht nur Sportwagen, sondern auch andere technische Entwicklungen des Firmengründers Ferdinand Porsche aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert sind zu sehen. 1931 hatte er in Stuttgart ein selbständiges Konstruktionsbüro gegründet, siedelte dann bald zum Stammsitz des Werkes in Zuffenhausen über. Hier entstand 1938 die Nullserie des späteren VW-Käfer und auch der Urahn der Porsche-Sportwagen, der Berlin-Rom-Wagen. Ferdinands Sohn Ferry entschied dann 1948, sich sein eigenes Traumauto zu bauen, weil er es nicht auf dem Markt fand – den 365, Nr. 1. Der darf in der Ausstellung natürlich ebenso wenig fehlen wie andere Glanzstücke aus dem Hause Porsche, der 911, der Boxter oder Cayenne. Bis heute ist das Unternehmen stolz darauf, als einziges ein unabhängiger Familienbetrieb in der deutschen Autobranche geblieben zu sein. Von der “Idee Porsche” kann sich der Besucher für acht Euro sein eigenes Bild machen.