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Einigung auf Guadeloupe

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Einigung auf Guadeloupe

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Nach sechs Wochen Generalstreik und sozialen Unruhen haben sich die Konfliktparteien offiziell geeinigt. Der Streikführer und der Präfekt der französischen Karibikinselgruppe unterzeichneten am Mittwochabend ein 165-Punkte-Abkommen, das Verbesserungen im Lebensstandard für die Arbeitnehmer vorsieht.

Das Protokoll enthalte viele Aspekte und Fortschritte, die in den kommenden Wochen und Monaten umgesetzt würden, erklärte Streikführer Elie Domota. Seine Landsleute hofften jetzt auf einen Wandel. Die Einigung umfasst Preissenkungen vom Brot über Bus- und Flugtickets bis zu den Mieten. Die Forderung nach 200 Euro mehr im Monat für Geringverdiener wurde nur von einem Teil der Arbeitgeber akzeptiert. Wegen der hohen Lebenshaltungskosten hatten die Menschen wochenlang für Lohnerhöhungen demonstriert. Das französische Übersee-Departement, das viele Lebensmittel teuer importieren muss, wird vom Mutterland subventioniert. Bei den Protesten war ein Mann erschossen worden. Auf der Nachbarinsel Martinique geht der Streik weiter, die Gehaltsverhandlungen laufen noch. Nicht nur an den Tankstellen macht sich der Ausstand bemerkbar. Auf den Inseln war es in den vergangenen Wochen mehrfach zu Ausschreitungen und Plünderungen gekommen, Frankreich entsandte deshalb zusätzliche Sicherheitskräfte.