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NATO-Russland-Rat wiederbelebt

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NATO-Russland-Rat wiederbelebt

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Die NATO-Außenminister haben bei ihrer Tagung in Brüssel die Wiederaufnahme der institutionellen Beziehungen zwischen dem Nordatlantischen Bündnis und Russland beschlossen. Litauens Außenminister Vygaudas Usackas gab nach stundenlangen Diskussionen seinen Widerstand gegen die Wiederbelebung des NATO-Russland-Rats auf. Zum ersten Mal nahm Hillary Clinton als neue US-Außenministerin an dem Treffen teil.

NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer sagte, Meinungsunterschiede mit Moskau blieben. Es sei jedoch nicht möglich, nicht mit Russland zu reden. Es sei klar, dass der NATO-Russland-Rat sicherlich kein Schönwettergremium sei und dass das Wetter auch nicht schön sei. Das erste Ministertreffen von NATO und Russland solle sobald wie möglich nach dem NATO-Gipfel vom 3./4. April stattfinden. Die NATO hatte die Arbeit des NATO-Russland-Rates nach dem russischen Einmarsch in Georgien auf Eis gelegt. Angesichts der sich verschlechternden Lage in und um Afghanistan ist die NATO verstärkt auf gute Beziehungen zu Moskau angewiesen. In dieser Woche hatte Russland über sein Hoheitsgebiet Nachschublieferungen für die US-Truppen in Afghanistan zugelassen. Die NATO möchte vor allem diese Zusammenarbeit ausweiten.