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Sudans Präsident weist Hilfsorganisationen aus

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Sudans Präsident weist Hilfsorganisationen aus

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Tausende Sudanesen haben gegen den internationalen Haftbefehl für ihren Präsidenten demonstriert. Omar al-Baschir selbst stellte sich als Opfer eines Angriffes von Kolonialisten gegen die afrikanische Staatenwelt dar.

Gestern hatte der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag gegen al-Baschir Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der westsudanesischen Provinz Darfur erlassen. Der Präsident verwies daraufhin zehn internationale Hilfsorganisationen des Landes. Beobachter fürchten deshalb eine Verschlimmerung der Lage für die Flüchtlinge in der Krisenprovinz. Dort führen die Vereinten Nationen und andere Organisationen die weltgrößte Hilfsoperation durch. Schätzungsweise mehr als zweieinhalb Millionen Menschen sind durch die Gräueltaten in Darfur obdachlos geworden. Nach internationalen Schätzungen wurden mindestens 200.000 getötet. Computer und andere Ausrüstung der Hilfsorganisationen sollen bereits von sudanesischen Sicherheitskräften beschlagnahmt worden sein. China hat den Haftbefehl kritisiert und den Weltsicherheitsrat zum Eingreifen aufgefordert.