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Gandhis Brille unter dem Hammer

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Gandhis Brille unter dem Hammer

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Für gut 1,4 Millionen Euro hat ein New Yorker Auktionshaus persönliche Gegenstände des indischen Nationalhelden Mahatma Gandhi versteigert. Der indische Milliardär und Unternehmer Vijay Mallya bot über einen Agenten trotz der Proteste der indischen Regierung die Höchstsumme. Die Regierung sieht die Gegenstände als nationales Erbe an. Der frühere Besitzer James Otis hatte bis zuletzt versucht, die Auktion zu verhindern. Otis sagt, er habe wohl für Aufruhr gesorgt, das habe er aber nicht gewollt. Es sei nie seine Absicht gewesen, irgendjemanden zu verärgern, aber Gandhi habe immer an den Konflikt geglaubt und daran, dass Kontroversen auch etwas Gutes auslösen könnten. In New York kamen Gandhis Nickelbrille, seine Taschenuhr, Sandalen und ein Essgeschirr unter den Hammer. Otis will den Erlös des Verkaufs einer Wohltätigkeitsorganisation spenden. Er hatte der indischen Regierung vorgeschlagen, im Tausch für die Gegenstände Gandhis die Ausgaben für die Ärmsten der Armen drastisch zu erhöhen, was diese ablehnte.