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Gipfel der EU-Regionen in Prag

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Gipfel der EU-Regionen in Prag

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Die von der Krise am schlimmsten betroffenen EU-Regionen sollen schneller Hilfe erhalten. Das forderten die 500 Teilnehmer zum Abschluss des Gipfels der europäischen Regionen und Städte in Prag. Vertreten waren etwa 250 Gebietskörperschaften, um über Wege aus der Wirtschaftskrise zu beraten.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso unterstrich die Wichtigkeit einer gemeinsamen Position der 27 EU-Staaten, um der Krise zu begegnen und verkündete eine gute Nachricht für die Regionen. 2009 würden elf Milliarden Euro an geplanten Hilfen vorzeitig ausbezahlt. Die Wirtschaftskrise trifft besonders Regionen in Ländern, die nicht den Euro haben. Dies löst bei einigen Betroffenen die Angst aus, es könnte einen neuen Eisernen Vorhang geben, der Europa in Reich und Arm trennt. Nichtmitglieder der Eurozone seien stärker betroffen, erklärt Matthias Kollatz Ahnen, Vizepräsident der Europäischen Invesititionsbank. Denn die Währungs- und Wirtschaftsprobleme seien mit den Schwierigkeiten des Finanzsektors verbunden. Die Finanzprobleme aber seien von außen auf diese Regionen gekommen. Die Aussichten bleiben weiter trübe. Das Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union dürfte nach Angaben Barrosos 2009 um zwei Prozent zurückgehen.