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Hilfe aus dem Europäischen Parlament für

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Fianna Fáil:

Bei einer innerparteilichen Abstimmung entschied die irische Regierungspartei, von der Fraktion Europa der Nationen, zu den Liberalen, den Demokraten für Europa, überzutreten. Das soll JA-Stimmen beim Referendum geben. Für den liberalen Fraktionschef Graham Watson ist Fianna Fáil eine pro-europäsche und gemäßigte Partei. Sie hätten sich zunehmend unwohl mit den früheren italienischen Faschisten und all dem Gesindel des rechten Flügels gefühlt. Das würde einen Schritt von einer der wichtigsten irischen Parteien zu einer der wichtigsten europäischen bedeuten. Das mache viel Sinn. Brian Crowley, Mitglied des Europäischen Parlaments, war dagegen, die rechtskonservative Fraktion zu verlassen. Was in Straßburg vor sich gehe, mache auf den irischen Straßen wenig aus. Seine Partei habe den Lissabonner Vertrag sehr unterstützt und dafür intensiv geworben. Er denke nicht, dass es die irische Bevölkerung interessiere, in welcher Parlamentsfraktion die Partei vertreten sei und ob das gut oder schlecht sei. Es gehe um Individuen und um Parteien auf nationalem Niveau, die bestimmen, was auf dem Gebiet des Referendums passiere. “Alle eyes on Irland” – “alle Augen sind auf Irland gerichtet” – im Herbst steht das zweite Referendum bevor und Brüssel kann sich Hoffnungen machen. Jüngsten Umfragen zufolge wollen die Iren nun JA sagen – auch wegen den Auswirkungen der Wirtschaftskrise.