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Hommage an Thelonious Sphere Monk

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Hommage an Thelonious Sphere Monk

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Thelonious Monk – das war mehr als der Mann mit dem Hut als Markenzeichen. Monk-Fans aller Länder feiern derzeit den 50. Jahrestag seines Durchbruchs: Den Auftritt in der New Yorker Town Hall im Februar 1959.

Dem zu Ehren geben etliche Jazzmusiker fünfzig Jahre später Konzerte – so auch Jason Moran: “Da war dieser Beat, der so häufig in der afroamerikanischen Musik vorkam, ob es nun Rhythm and Blues, Motown oder Backbeat Blues war. Und diesen Beat hörte man auch bei Monk, wenn er solo Klavier spielte, einfach nur mit seiner linken Hand. Und diesen Beat gibt es heute immer noch, etwa in Jay-Z’s oder Lil Waynes Musik.” Thelonious Monk, einer der Mitbegründer des Bebop, war berühmt für seinen eigenwilligen, einzigartigen Improvisationsstil. Die gezielt gesetzten Dissonanzen in seinen Balladen verschufen ihm den Ruf des Avantgarde-Musikers. In den siebziger Jahren zog er sich, wahrscheinlich wegen Depressionen, völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Nach seinem Tod 1982 wurde seine Musik von einem breiteren Publikum wieder entdeckt, viele setzen ihn heute sogar in eine Reihe mit Jazzgrößen wie Miles Davis oder John Coltrane.