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China betont Einheit des Landes

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China betont Einheit des Landes

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Im Vorfeld des 50. Jahrestag des Aufstandes der Tibeter gegen die Chinesen am 10. März 1959 hat Chinas Außenminister Yang Jiechi darauf hingewiesen, dass es sich bei den Differenzen zwischen seinem Land und Tibet nicht um religiöse Fragen, um Menschenrechte, Fragen der Nationalität oder der Kultur handle, sondern ausschließlich um Chinas Einheit. Die Frage sei, ob man Tibet daran hindern könne, sich von China zu lösen. Der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, war in der Folge des Aufstandes im Jahr 1959 ins indische Exil geflohen. Schon die schweren Unruhen im vergangenen Jahr waren in der Zeit um den Jahrestag ausgebrochen. Wegen der Beteiligung an den gewalttätigen Ausschreitungen am 14. März 2008 in Lhasa seien in der tibetischen Hauptstadt mehr als 950 Menschen festgenommen worden, hieß es in Medienberichten. 76 seien zu Strafen von weniger als fünf Jahren bis zu lebenslanger Haft verurteilt worden, andere seien wieder freigelassen worden. Bei den Unruhen im vergangenen Jahr waren mindestens 19 Menschen getötet worden. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden im Vorfeld des Jahrestages die Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärkt. Augenzeugen berichten von Aufmärschen der chinesischen Armee und dem Aufbau von Straßensperren.