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Tauwetter zwischen Washington und Damaskus

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Tauwetter zwischen Washington und Damaskus

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Die neue US-Regierung will Syrien aus seiner Isolation herausholen. Am Rande ihres Besuchs in Ankara bestätigte US-Außenministerin Hilary Clinton am Samstag, dass hohe US-Diplomaten in Damaskus direkte Gespräche mit der syrischen Regierung führen.

Die Türkei lobte Clinton für ihre Vermittlungsbemühungen zwischen Israel und Syrien: “Ich habe dem Ministerpräsidenten und dem Außenminister für ihre Bemühungen Israel und Syrien einander näherzubringen gedankt”, sagte Clinton nach ihrer Untreredung mit Außenminister Ali Babacan. Auf Vermittlung Ankaras hatten sich Vertreter Israels und Syriens Ende vergangenen Jahres zu vier indirekten Gesprächsrunden getroffen. Die fünfte Runde fiel der israelischen Gazaoffensive zum Opfer. Der amerikanische Vize-Staatssekretär für Nahost-Angelegenheiten, Jeffrey Feltman, bezeichnete seine mehrstündigen Gespräche in Damaskus mit dem syrischen Außenminister Walid al-Muallim und anderen als “konstruktiv”. Man habe einige Felder mit gemeinsamen Interessen identifiziert. Dass die staatliche Presse Syriens den Besuch bislang ignoriert, wird als Zeichen für die vorsichtige Haltung Syriens gegenüber einer Annäherung an die USA gewertet. Feltman ist der erste hochrangige US-Diplomat, der Syrien seit vier Jahren besucht.