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Guantanamo-Heimkehrer beschuldigt Briten

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Guantanamo-Heimkehrer beschuldigt Briten

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Der Guantanamo-Heimkehrer Binyam Mohamed hat nun auch Vorwürfe gegen die britische Regierung gerichtet. Der 30-jährige Äthiopier war vor zwei Wochen in seine Asylheimat Großbritannien zurückgekehrt, nach fast fünf Jahren in dem Gefangenenlager. Kurz danach warf er den USA vor, ihn gefoltert zu haben.

Jetzt beschuldigt er die britischen Behörden, sie hätten die CIA mit Informationen über ihn versorgt und Fragen an ihn stellen lassen. Mohamed zufolge haben sein Anwalt und er Mitteilungen gesehen, die der britische Geheimdienst MI5 an die CIA geschickt habe. So hätten die Briten den Amerikanern Informationen angeboten, um ihn im Verhör festnageln zu können. Mohameds Vorwürfe beziehen sich auf die Jahre, in denen er – nach seiner Festnahme in Pakistan 2001 – dort und in Marokko gefangengehalten wurde. 2004 kam er nach Guantanamo: Letztes Jahr wurden dann die Vorwürfe gegen ihn fallengelassen; trotzdem blieb er noch bis jetzt in Haft.