Eilmeldung

Eilmeldung

Kampf ums Bankgeheimnis

Sie lesen gerade:

Kampf ums Bankgeheimnis

Schriftgrösse Aa Aa

Die Schweiz, Österreich und Luxemburg versuchen, ihr Bankgeheimnis zu schützen, und dennoch nicht auf die Schwarze Liste der Steueroasen zu kommen. Im Vorfeld des G20-Gipfeltreffens Anfang April in London haben sich die Finanzminister der drei Länder im Großherzogtum Luxemburg getroffen, um gemeinsame Strategien vorzubereiten. Die Industriestaaten, insbesondere Deutschland und Frankreich, wollen unter dem Druck der Finanzkrise härter gegen Steuerparadiese vorgehen und arbeiten an einer neuen Schwarzen Liste.

Die Schweiz fürchtet, darin aufgenommen zu werden. Auch Luxemburg und Österreich stehen wegen ihres Bankgeheimnisses in der Kritik anderer europäischer Staaten. Alle drei bleiben beim automatischen Informationsaustausch über Zinseinnahmen außen vor. Nachdem die Schweizer Großbank UBS jüngst Daten ihrer Kunden den amerikanischen Ermittlern offenlegen musste, hat der Schweizer Bundesrat am Freitag erneut auf das Bankgeheimnis gepocht. Luxemburg und Österreich zeigten sich zuletzt offen für längerfristige Zugeständnisse gegenüber den anderen Partnerstaaten. Österreich wolle die Diskussion mit der EU “offensiv annehmen”, erklärte der österreichische Finanzminister Josef Pröll gegenüber der Nachrichtenagentur APA.