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Parlamentswahl in Nordkorea

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Parlamentswahl in Nordkorea

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Im kommunistischen Nordkorea werden die Deputierten der Obersten Volksversammlung bestimmt. Die Wahl gilt als Formsache: Die Kandidaten werden von der Arbeiterpartei nominiert; die Wähler können nur mit Ja oder Nein stimmen. Bei den Wahlen in der Vergangenheit vermeldeten die nordkoreanischen Medien eine Zustimmungsrate von 100 Prozent. Er sei diesmal als Kandidat aufgestellt worden, sagt der Leiter einer Fabrik; sollte er ins Parlament gewählt werden, werde er noch härter arbeiten, um dem Volke zu dienen. Die Wahl gilt in Südkorea als Anzeichen dafür, dass der 67-jährige Herrscher Kim Jong Il wieder einigermaßen genesen ist. Er soll im August einen Schlaganfall erlitten haben. Nach Medienberichten ist wahrscheinlich auch Kims jüngster Sohn, Jong Un, Wahlkandidat. Sein Einzug ins Parlament wäre ein mögliches Anzeichen dafür, dass er als Nachfolger seines Vaters aufgebaut wird. Im kommunistischen Nordkorea wird die Nachfolge dynastisch geregelt. Die Wahl des Parlaments galt als überfällig, nachdem dessen fünfjährige Legislaturperiode bereits vor einem halben Jahr abgelaufen war. Es wird vermutet, dass die Wahl wegen einer Erkrankung Kims verschoben wurde. Nach südkoreanischen Angaben wird damit gerechnet, dass die Liste mit den neuen Deputierten am Montag veröffentlicht wird.