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Soldaten bei Anschlag in Nordirland getötet

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Soldaten bei Anschlag in Nordirland getötet

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Erstmals seit zwölf Jahren sind bei einem Terrorangriff in Nordirland wieder Soldaten getötet worden. Zwei Armeeangehörige wurden gestern abend vor einer Kaserne in der Grafschaft Antrim nördlich von Belfast erschossen, vier weitere Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Obwohl sich zunächst niemand zu dem Anschlag bekannte, wurden schnell extremistische Republikaner verantwortlich gemacht. Großbritanniens Premierminister Gordon Browan sagte, kein Mörder werde in der Lage sein, den Friedensprozess zu behindern, der von den Menschen in Nordirland unterstützt werde. Die britische Regierung werde ihre Bemühungen verstärken, um andauernden Frieden zu gewährleisten. Die bisher unbekannten Täter eröffneten das Feuer vermutlich mit Maschinengewehren aus einem fahrenden Auto heraus, als ihre Opfer Pizza von einem Lieferdienst entgegen nahmen. Der sozialdemokratische Lokalpolitiker Thomas Burns bezeichnete den Anschlag als “Werk von republikanischen Abweichlern”. “Das sei ein verheerender Schlag für den Friedensprozess und erinnere an die schlimmen alten Zeiten, als Menschen auf offener Straße umgebracht worden seien. In Nordirland herrschte jahrzehntelang Bürgerkrieg zwischen Anhängern der britischen Herrschaft und denen, die Nordirland als Teil eines ganzen Irlands sehen. Frieden kam mit dem Karfreitagsabkommen von 1998. Gerade erst hatte aber der nordirische Polizeichef vor pro-irischen Abweichlern gewarnt, die nach wie vor Anschläge verüben könnten und so gefährlich seien wie seit Jahren nicht.