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Tödlicher Terroranschlag auf britische Soldaten in Nordirland

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Tödlicher Terroranschlag auf britische Soldaten in Nordirland

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Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt sind in Nordirland britische Soldaten bei einem Terroranschlag getötet worden. Die sogenannte “wahre IRA” bekannte sich gegenüber einer irischen Zeitung zu dem Anschlag. Vor einer Kaserne in der Grafschaft Antrim nördlich von Belfast hatten Unbekannte aus einem Auto heraus das Feuer eröffnet, vermutlich mit Maschinenpistolen. Zwei Soldaten starben und weitere vier Menschen wurden verletzt. Keinem Mörder werde es gelingen, den Friedensprozess aufzuhalten, der von den Menschen in Nordirland unterstützt werde, sagte Premierminister Gordon Brown. Die britische Regierung werde ihre Friedens-Bemühungen verstärken. Seit 2007 wird die britische Provinz Nordirland von den alten Konfliktparteien gemeinsam regiert – den pro-britischen Unionisten und den pro-irischen Republikanern. Jahrzehntelang herrschten hier bürgerkriegsartige Zustände. Der nordirische Regierungschef Peter Robinson von den Unionisten erklärte, die Regierung sei fest entschlossen, eine Rückkehr in die “schlechte alte Zeit” zu verhindern. Grundlage der gemeinsamen Regierung von Unionisten und Republikanern ist das Karfreitags-Abkommen von Belfast aus dem Jahre 1998 – und der Gewaltverzicht der Untergrundorganisation IRA im Jahre 2005. Doch erst vor kurzem warnte der nordirische Polizeichef vor extremistischen IRA-Abweichlern, die nach wie vor Anschläge verüben könnten und so gefährlich seien wie seit Jahren nicht mehr.