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Kurswechsel in den USA bei Stammzellenforschung

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Kurswechsel in den USA bei Stammzellenforschung

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Die Hürden für Forschung mit embryonalen Stammzellen in den USA fallen: Präsident Obama will an diesem Montag die Beschränkungen aufheben, die sein Vorgänger 2001 verhängt hatte. Die Bush-Regierung hatte damals die staatliche Förderung für Forschung mit neu gewonnenen embryonalen Stammzellen unterbunden und Steuergelder nur für schon existierende Stammzelllinien bewilligt.

Patienten mit chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Parkinson hoffen auf Hilfe durch die Alleskönner unter den Stammzellen. Die Kritiker halten hingegen den Schutz des ungeborenen Lebens hoch und die Tatsache, dass auch mit adulten Stammzellen Fortschritte erzielt wurden. Jene können jedoch nicht mehr alle Zell- und Gewebetypen bilden wie die embryonalen Stammzellen. George Daley, Forscher am Children’s Hospital in Boston, ist enthusiastisch: “Das wird sofort einen Unterschied machen, es gibt uns neue Energie und verschafft uns fast tausend neue Stammzelllinien, die wir in den letzten acht Jahren nicht nutzen konnten.” Die embryonalen Stammzellen werden zumeist bei der künstlichen Befruchtung gewonnen. Die Wissenschaftler hatten der Bush-Regierung Einmischung nicht nur in diesen Bereich, sondern auch bei der Forschung zum Klimawandel oder Verhütungsmethoden vorgeworfen.