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Nordkorea versetzt Truppen in Kampfbereitschaft

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Nordkorea versetzt Truppen in Kampfbereitschaft

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Nordkorea hat seine Truppen in volle Kampfbereitschaft versetzt – wegen eines Großmanövers der US-Streitkräfte mit Südkorea. Zugleich kappte der Norden die letzte Kommunikationsleitung zum Nachbarland. Im staatlichen Fernsehen erklärte ein Sprecher, sollten die “Kriegstreiber” einen Angriff wagen, würden die revolutionären Streitkräfte antworten mit einem “gerechten Krieg” für die Wiedervereinigung.

Die nordkoreanische Volksarmee warnte vor Versuchen, einen Satelliten abzuschießen, den Nordkorea ins All befördern wolle. Ein Abschuss käme einer Kriegserklärung gleich. Das nordkoreanische Fernsehen zeigte außerdem Fotos des Herrschers Kim Jong Il – dem Bericht zufolge in einem Wahllokal bei der gestrigen Parlamentswahl. In seinem Wahlbezirk sei er einstimmig wiedergewählt worden, hieß es. In den vergangenen Wochen hatte die nordkoreanische Führung der Regierung in Seoul wiederholt mit Vernichtung gedroht. Pjöngjang wirft Seoul eine Konfrontationspolitik vor. Das Manöver der amerikanischen und südkoreanischen Truppen soll bis zum 20. März dauern. An den Übungen nehmen 26 000 US-Soldaten teil. Südkorea und die USA sowie Japan befürchten, dass Nordkorea unter dem Deckmantel eines Satellitenstarts eine Langstreckenrakete testen will, die theoretisch US-Gebiet erreichen könnte.