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Polizist in Nordirland erschossen

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Polizist in Nordirland erschossen

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Zwei Tage nach dem Terroranschlag auf eine britische Kaserne ist in Nordirland ein Polizist im Einsatz erschossen worden. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat, die Behörden befürchten jedoch, dass es sich wieder um das Werk von Terroristen handeln könnte. Der Polizist wurde am Montagabend bei einem Einsatz in der Nähe einer Schule in Craigavon in der Grafschaft Armagh erschossen. Er habe “verdächtige Aktivitäten” untersucht, hieß es. Nähere Angaben gab es nicht.

Großbritanniens Premierminister Gordon Brown sagte bei einem Besuch in Belfast, der Anschlag vom Samstag sei nicht verübt worden, weil der politische Prozess versagt habe. Es handle sich vielmehr um eine kleine Gruppe von Leuten, die einen erfolgreichen Prozess stören wollten. Es zeige sich aber, dass ganz Nordirland zusammenstehe.

Auch die katholische Sinn-Fein-Partei, die lange als politischer Arm der IRA galt, verurteilte den Anschlag. Deren Vorsitzender Gerry Adams bezeichnete ihn als “Angriff auf den Friedensprozess”, der “falsch und kontraproduktiv” sei. Zu dem Attentat, bei dem zwei britische Soldaten getötet worden waren, bekannte sich die sogenannte “Wahre IRA”.