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Ahern warnt vor IRA-Splittergruppen

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Ahern warnt vor IRA-Splittergruppen

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Nach dem Polizistenmord vom Montag wächst in Nordirland die Sorge vor neuer Gewalt – auch aus Vergeltung. Politiker aus Irland, Großbritannien und Nordirland versuchten zu beruhigen. Bei den Tätern handele es sich um eine kleine Zahl von Kriminellen. Der Friedensprozess sei nicht in Gefahr.

Der frühere irische Ministerpräsident und Mitarchitekt des Friedensabkommens, Bertie Ahern, aber warnte, die IRA-Splittergruppen dürften nicht unterschätzt werden. Norden und Süden, irische Polizei und nordirische Sicherheitskräfte müssten zusammenarbeiten, aber auch alle anderen, die helfen könnten. Solange die Täter frei herumliefen, bedrohten sie die Gesellschaft. Von der Sinn Fein-Partei – einst politischer Arm der IRA – fordern Beobachter Taten: Sie solle ihr Wissen mit den Ermittlern teilen. Der nordirische Vize-Ministerpräsident Martin McGuiness, früher selbst IRA-Kommandant, bezeichnete die Täter als Verräter. Der Friedensprozess werde weitergehen, er habe die überwältigende Unterstützung der Menschen. Zwei Verdächtige im Alter von 17 und 37 Jahren wurden festgenommen. Es ist der erste Polizisten-Mord seit zwölf Jahren. Die Polizei galt früher als “britische Truppe”. 2001 war sie neu aufgebaut worden. Zu dem Mord bekannte sich die paramilitärische “Continuity IRA”. Sie soll im Kontakt mit der “Wahren IRA” stehen, die sich zu dem Mord an zwei Soldaten am Samstag bekannt hatte.