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Gedenken an die Terroropfer

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Gedenken an die Terroropfer

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Spanien gedenkt der Opfer der islamistischen Terroranschläge in der spanischen Hauptstadt vor 5 Jahren. Fast 200 Menschen starben, 1800 wurden verletzt. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero wies Vorwürfe von Opferverbänden zurück, die Regierung habe die Opfer der Anschläge vergessen.

Pilar Manjon, Präsidentin eines Verbandes von Terror-Opfern, hat ihren Sohn bei dem Anschlag verloren. Sie sagte: “Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht an die Toten denken. Uns, den Angehörigen, geht es nicht gut.” Sieben mutmaßliche Terroristen sprengten sich drei Wochen nach den Bombenanschlägen in die Luft, als sie in einer Wohnung von der Polizei umstellt waren. 21 Mitglieder der islamistischen Terrorzelle wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Im Parlament legten die Abgeordneten eine Schweigeminute ein. Es war der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte Spaniens: die Islamisten deponierten Sprengsätze in voll besetzten Pendlerzügen im morgendlichen Berufsverkehr in Madrid. Viele der Überlebenden müssen auch fünf Jahre nach dem Terroranschlag noch psychologisch betreut werden.