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Bank von England kauft massiv Staatsanleihen

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Bank von England kauft massiv Staatsanleihen

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Großbritannien hat umfangreiche geldpolitische Unterstützungsmaßnahmen gestartet, um die Wirtschaft wieder aus der Rezession zu führen. Die Bank von England machte Haltern von Staatsanleihen das Angebot, deren Papiere zu erwerben.

Finanziert werden soll dies durch die Erhöhung der Zentralbankreserven – im Prinzip durch das Drucken neuen Geldes. Die Währungshüter um Mervyn King wollen dadurch mehr Liquidität in die Finanzmärkte und damit in die Wirtschaft bringen. Diese sogenannte quantitative Lockerung begleitet die expansive Zinspolitik der Bank von England. Vor dem Hintergrund der schweren Krise war der Leitzins in der vergangenen Woche auf den neuen historischen Tiefstand von 0,5 Prozent gesenkt worden. Es war die sechste Zinssenkung seit August vergangenen Jahres. Da diese geldpolitische Lockerung bislang wenig Wirkung zeigte, sollen nun in einer ersten Phase Unternehmens- und Staatsanleihen im Volumen von rund 80 Milliarden Euro gekauft werden. Auf ein großes Echo stieß die Aktion am ersten Tag nicht. Pensionsfonds und Lebensversicherer hielten sich zurück. Angesichts der Immobilien- und Finanzkrise hält die Bank von England unkonventionelle Schritte in der Geldpolitik für nötig. Die Erholung in Großbritannien hänge aber zu einem großen Teil von der Entwicklung in anderen Ländern ab.