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Liechtenstein und Andorra geben Steuerdruck nach

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Liechtenstein und Andorra geben Steuerdruck nach

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Der internationale Druck auf Steuerparadiese zeigt Wirkung. Die Zwergstaaten Liechtenstein und Andorra kündigten ihre Bereitschaft an, mit Behörden anderer Länder zusammenzuarbeiten.

So will das Fürstentum zwischen der Schweiz und Österreich sein striktes Bankgeheimes teilweise aufheben. Die Regierung in Vaduz bietet Abkommen über die Zusammenarbeit bei Steuerbetrug und Steuerhinterziehung an. Mit den USA vereinbarte Liechtenstein bereits einen Informationsaustausch, der 2010 wirksam wird, mit seinem schärfsten Kritiker Deutschland sollen entsprechende Verhandlungen an diesem Freitag beginnen. Solche Verhandlungen, die praktisch allen Ländern angeboten werden, sind nach Angaben aus Vaduz Anfang April auch mit Großbritannien geplant. Neben Liechtenstein und Monaco steht auch Andorra auf einer Liste “unkooperativer Länder”. Der Pyrenäen-Staat kündigte an, noch im Laufe des Jahres sein Bankgeheimnis aufheben zu wollen. Dies solle im Rahmen von bilateralen Abkommen über den Informationsaustausch mit anderen Staaten geschehen, vor allem mit Frankreich. Frankreich will im Kampf gegen internationale Steueroasen mit Deutschland eng zusammenarbeiten. Das vereinbarten Präsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Treffen in Berlin.