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Papst Benedikt XVI. äußert sich schriftlich zur Williamson-Affäre

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Papst Benedikt XVI. äußert sich schriftlich zur Williamson-Affäre

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Papst Benedikt XVI. hat eine Delegation des isrealischen Oberabbinats im Vatikan empfangen. Beide Seiten lobten die Gespräche und betonten, das Kapitel der Irritationen im katholisch-jüdischen Verhältniss sei beendet. Diese wurden durch den Fall des Holocaust-Leugners Richard Williamson ausgelöst.

In einem persönlichen Brief an alle Bischöfe erklärte der Papst seine Gründe für die Rücknahme der Exkommunizierung von Williamson und drei weiteren Traditionalisten-Bischöfen der Pius-Bruderschaft. Nach Aussage von Vatikan-Sprecher Federico Lombardi habe eine nicht vorhersehbare Panne darin bestanden, dass die Aufhebung der Exkommunizierung überlagert worden sei von dem Fall Richard Williamson. Williamson hatte wenige Tage vor der Bekanntgabe der Teilrehabilitierung in einem Interview den Holocaust geleugnet. Die Aufhebung der Exkommunizierung sorgte weltweit für Empörung. Für Empörung sorgte auch der Fall einer Neunjährigen in Brasilien. Das Mädchen trieb Zwillinge ab, nachdem sie von ihrem Stiefvater vergewaltigt und geschwängert worden war. Dafür wurden die Eltern, die Ärzte und die Pflegerinnen exkommuniziert. In dem Brief äußerte sich Benedikt nicht dazu.