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Polizei setzt Ermittlungen nach Amoklauf von Winnenden fort

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Polizei setzt Ermittlungen nach Amoklauf von Winnenden fort

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Die deutsche Polizei hat erste Hinweise auf das Motiv des Amokschützen von Winnenden. Einzelheiten wurden allerdings nicht genannt. Erst im Laufe des Tages will sich die Polizei dazu äußern. Der 17-jährige hatte sich nach dem Amoklauf selbst getötet. Vorher hatte er 15 Menschen erschossen. Neun Verletzte liegen noch im Krankenhaus.

Deutsche Zeitungen schreiben, Tim Kretschmer sei unauffällig gewesen. In der Schule soll er schlechte Noten gehabt haben, von einigen als “Loser” und Einzelgänger bezeichnet worden sein. Die Polizei hat herausgefunden, dass er viel Zeit mit Killerspielen am Computer verbracht hat. Polizeichef Ralf Michelfelder sagte: “Wir haben ja gestern Abend seinen Computer noch sichergestellt und auch grob analysiert. Die Feinanalyse läuft aktuell. Darauf finden sich die typischen Spiele, die auch in das Raster eines Amokläufers passen, wie Counterstrike.” Die Albertville-Realschule bleibt erstmal geschlossen. Psychologen und Seelsorger kümmern sich um die betroffenen Menschen. Experten haben die totale Schließung der Schule gefordert, weil die Schüler nie wieder unbeschwert zurückkehren könnten. Das baden-würtembergische Kultusministerium rief alle Lehrer auf, im Unterricht Platz für Gespräche und Trauerarbeit zu schaffen. Das Ministerium will auch über weitere Sicherheitsmaßnahmen an Schulen nachdenken. Schulen könne man aber nicht zu Festungen ausbauen, hieß es.