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Schweizer Porno-Affäre weitet sich aus

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Schweizer Porno-Affäre weitet sich aus

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Über den Porno-Skandal in der Schweizer Justiz ist ein weiterer hochrangiger Beamter gestolpert: Nach dem Staatsanwalt reichte im West-Schweizer Kanton Jura nun auch der Kantonsrichter Pierre Boinay seinen Rücktritt ein. Wie schon rund dreißig andere Mitarbeiter der Justizbehörde steht auch er im Verdacht, während seiner Arbeitszeit Porno-Seiten aus dem Internet auf seinem Computer geladen zu haben.

Vergangene Woche hatte der Staatsanwalt seinen Rücktritt eingereicht – kurz bevor die Affäre an die Öffentlichkeit gebracht wurde.

Mitarbeiter des Informatikdienstes hatten wegen Überlastung des Netzes die Computer überprüft und festgestellt, dass darauf nicht-berufliche Sex-Seiten genutzt worden waren. Der Kantonsrichter betonte aber, dass dies die Qualität seiner Arbeit nicht beeinträchtigt habe.