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Doch keine Amoklauf-Ankündigung im Internet

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Doch keine Amoklauf-Ankündigung im Internet

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Nach dem Amoklauf in Winnenden versucht die Polizei weiter, die Motive des Täters zu entschlüsseln. Auch am Donnerstagabend gedachten zahlreiche Menschen der Opfer. Die Toten sind in einem Krankenhaus aufgebahrt, zu dem nur die Angehörigen Zugang haben.

Der 17jährige soll eine Behandlung wegen Depressionen abgebrochen und seine Freizeit mit Horrorfilmen und Killerspielen verbracht haben. Berichte, dass er seine Tat im Internet ankündigte, dementierte die Polizei wieder. Sie ermittelt nun, ob Dritte solch eine Ankündigung erst später ins Internet stellten. Wie es zu der Ermittlungspanne kam, war zunächst unklar. Derweil ging die Diskussion über Gesetzesverschärfungen zum Waffenbesitz und zu Gewaltvideos weiter. Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier meinte, darüber müsse man natürlich debattieren, “aber tun wir doch nicht so, als seien solche furchtbaren Attentate mit einigen wenigen politschen Handstrichen oder gar Gesetzgebungen aus der Welt zu räumen. Ich glaube, das Thema liegt komplizierter, und die Menschen ahnen das auch.” Andere Regierungsmitglieder sprachen sich gegen eine Verschärfung des Waffenrechts aus. Die Justizministerin rief die Schützenvereine auf, ihre Mitglieder besser zu kontrollieren. Nach dem Amoklauf hielten mehrere Trittbrettfahrer mit Drohungen die Polizei in Atem.