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Gemeinsames Ringen in Europa um GM-Töchter

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Gemeinsames Ringen in Europa um GM-Töchter

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Im Ringen um die Zukunft von Opel und anderen europäischen GM-Töchtern wollen die betroffenen EU-Länder zusammenarbeiten. Dazu kamen in Brüssel hochrangige Vertreter von Regierungen und der EU-Kommission mit General-Motors-Managern zusammen.

Die Europäer mahnten mehr Details über die Konzernpläne zur Zukunft der betroffenen Tochtergesellschaften an. General Motors habe eine Abtrennung der europäischen Aktivitäten vorgeschlagen, hieß es. Zu lösen seien vor allem noch schwierige Patentfragen. Die Patentrechte liegen derzeit bei der US-Regierung als Sicherheit für die geleisteten öffentlichen Finanzhilfen. Der GM-Absatz in Europa schwankt seit November zwischen 70.000 und 90.000 Fahrzeugen pro Monat. In ihrer Summe waren die europäischen Konzerntöchter Opel, Vauxhall und Saab bis zum vergangenen Jahr rentabel – anders als GM auf seinem Heimatmarkt. Der Konzern bemüht sich in Europa um staatliche Hilfen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro. Bislang reagierten die Regierungen zurückhaltend. Sie befürchten, dass Steuergelder letzten Endes in Detroit abfließen und nicht zur Sicherung europäischer Standorte eingesetzt werden. Diese Sorge versucht GM Europa zu zerstreuen, bislang ohne Erfolg. Am schlimmsten ist die Lage beim schwedischen Autobauer Saab, der bereits Insolvenz anmeldete. Die britischen Gewerkschaften sprachen sich für ein unabhängiges Unternehmen Opel-Vauxhall aus.