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Europäisch-amerikanische Meinungsverschiedenheiten

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Europäisch-amerikanische Meinungsverschiedenheiten

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Der Streit über Konjunkturprogramme hat den Auftakt der G20-Finanzministerkonferenz in Horsham bei London bestimmt.

Für Politiker aus Europa sind die Themen Regulierung und Kontrolle der Finanzmärkte der Schwerpunkt bei dem Treffen, das den Weltfinanzgipfel Anfang April vorbereiten soll. Optimistisch gab sich Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde, die sagte: “Wir werden über die Hauptsäulen sprechen, das sind Regulierung, die Rettung der Banken, Anreize für die Wirtschaft und wir werden einen Kompromiss finden für unsere unterschiedlichen Positionen.” Vor allem die USA allerdings wollen auch über weitere Ausgabenprogramme sprechen, um der Weltwirtschaft neue Impulse zu geben. “Es gibt einige klare Prinzipien, die wir als Signale aussenden sollten”, so US-Präsident Barack Obama. “An erster Stelle steht hierbei, daß alle Länder Anreize für die Wirtschaft schaffen müssen, die auf die bestehenden Probleme bei der Nachfrage angemessen reagieren.” Für zusätzlichen Zündstoff vor dem Treffen sorgt die Forderung der sogennaten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China nach mehr Stimmgewicht im Internationalen Währungsfonds, der bislang von den USA und Europa dominiert wird. Am Freitag abend traf zudem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Landsitz des britischen Premierministers Gordon Brown in Chequers ein. Im Laufe des Tages werden Merkel und Brown gesondert über die Prioritäten bei der Bekämpfung der Wirtschaftskrise diskutieren.