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Weiter unklare Lage in Madagaskar

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Weiter unklare Lage in Madagaskar

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Die Lage in Madagaskar bleibt unübersichtlich: Zum ersten Mal seit Tagen hat sich aber Andry Rajoelina, der Bürgermeister der Hauptstadt Antananarivo, wieder öffentlich gezeigt; er führt den Widerstand gegen Staatspräsident Marc Ravalomanana an und hatte sich auch schon selbst zum Staatsoberhaupt ausgerufen. Seit letzter Woche hielt er sich aber versteckt.

Die Opposition hat nach eigenen Angaben die Macht auf der Insel übernommen; Rajoelina forderte den Präsidenten auf, innerhalb von vier Stunden zurückzutreten. Der Chef der von ihm ernannten Parallelregierung kündigte außerdem an, innerhalb von zwei Jahren werde gewählt. Das Staatsoberhaupt lehnte dagegen einen Rücktritt postwendend ab und versicherte, dass er es sei, der im Land die Macht habe. In dem Kampf um diese Macht sind in den letzten Wochen weit über hundert Menschen getötet worden. Die Opposition wirft dem Präsidenten vor, sich bereichert zu haben – während der Großteil der Bevölkerung trotz Wirtschaftswachstums leer ausging. Auch Teile der Armee mischen sich jetzt in den Konflikt ein, weil sie mit der Lage in dem Machtkampf unzufrieden sind. Meuternde Einheiten drohten damit, sie besäßen Panzerfahrzeuge und würden sie einsetzen, falls Söldner in das Land kämen. Die Opposition verdächtigt den Präsidenten, er wolle fremde Kämpfer einsetzen, um sich an der Macht zu halten.