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IWF soll mehr Geld bekommen

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IWF soll mehr Geld bekommen

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Die Finanzminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer wollen gemeinsam die Weltwirtschaft ankurbeln.

Am Ende des G20-Finanzministertreffens bei London, auf dem der Weltfinanzgipfel am 2.April vorbereitet wurde, einigten sie sich auf eine Stärkung des Internationalen Währungsfonds IWF. Offen blieb vorerst jedoch der Umfang, mit dem das Volumen des IWF aufgestockt werden soll. “Wir sind momentan Zeugen eines historischen Prozesses weltweiten gemeinsamen Vorgehens”, äußerte US-Finanzminister Timothy Geithner. “Alle großen Volkswirtschaften setzen momentan große Finanzhilfen in die Tat um. Je größer dabei die Hilfe, desto schneller wird es wieder aufwärts gehen.” Die Einigkeit bei dem Treffen kam aber auch deswegen zustande, weil ein zentraler Streit umgangen wurde. “Es macht keinen Sinn immer mehr Geld in die Wirtschaft zu pumpen”, sagte etwa Deutschlands Finanzminister Peer Steinbrück, “solange das Vertrauen in die Finanzmärkte nicht wieder hergestellt ist.” Hintergrund hierfür sind amerikanisch-europäische Meinungsverschiedenheiten über neue Konjunkturmaßnahmen. Die Finanzminister vereinbarten nun auf ihrem Treffen, die Entscheidung über Finanzspritzen zur Ankurbelung der Wirtschaft sei Sache der einzelnen Staaten.