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Präsidentenwahl in El Salvador

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Präsidentenwahl in El Salvador

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Die Bürger El Salvadors wählen an diesem Sonntag einen neuen Präsidenten. Zum ersten Mal seit dem Ende des zwölfjährigen Bürgerkrieges 1992 könnte die rechts-konservative Arena-Partei dabei besiegt und ein linker Präsident aus den Reihen der einstigen Guerilla-Bewegung FMLN gewählt werden. Für sie tritt der bekannte Fernsehjournalist Mauricio Funes an. Der 49-Jährige versprach im Wahlkampf, das Land nach brasilianischem Vorbild zu reformieren. Gegen Funes kandidiert der 44-jährige ehemalige Polizeichef Rodrigo Ávila. Auch er verspricht mehr Gerechtigkeit für die Armen in dem von sozialen Gegensätzen geprägten Land. Es gebe weniger Armut in El Salvador, so Ávila, die Mittelklasse sei gewachsen, das Land habe die besten Autobahnen in Mittelamerika, den besten Flughafen, die besten Häfen und eine stabile Wirtschaft. Der Kleinstaat El Salvador hat sich noch lange nicht vom Bürgerkrieg erholt. In den zwölf Jahren der grausamen Auseinandersetzung zwischen rechten Regierungen und der linken Guerillabewegung FMLN wurden rund 75.000 Menschen getötet. Sowohl Funes wie auch Ávila sagen von sich, die aus dem Bürgerkrieg der 80er Jahre herrührende Spaltung der Gesellschaft überwinden zu können.