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Brown will keine Mindestpreise für Alkohol

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Großbritannien will Alkohol-Freunden nicht den Spass verderben. Die Regierung will keine Mindestpreise für Bier, Wein und Schnaps einführen, entgegen der Empfehlung einer Expertenkommission.

Die hatte 50 Pence pro Einheit von zehn Millitlitern reinem Alkohol vorgeschlagen – knapp 60 Cent. Vor allem die Preise für günstiges Bier und Wein würden steigen. Erst kürzlich wurden in Schottland Mindespeise diskutiert. Supermärkte stehen schon länger wegen günstiger Angebote in der Kritik. Die Alkoholindustrie wehrt sich und bekommt Rückendeckung von Premier Gordon Brown: “Wir wollen nicht, dass die verantwortungsvolle Mehrheit moderater Trinker mehr bezahlen und büßen muss aufgrund der Exzesse einer Minderheit.” Als Londons neuer Bürgermeister im vergangenen Juni das Trinken in der U-Bahn verbot, feierten Tausende lauhals Abschied, mehrere Waggons wurden beschädigt, Bahnmitarbeiter und Polizisten angegriffen. Großbritannien hat den zehnthöchsten Alkoholkonsum der Welt. Die jährlichen Kosten für Krankheiten und Verletzungen, Arbeitsausfall, Vandalismus und Polizeieinsätze werden auf bis zu 30 Millionen Euro geschätzt.