Eilmeldung

Eilmeldung

Inzest-Prozess in St. Pölten

Sie lesen gerade:

Inzest-Prozess in St. Pölten

Schriftgrösse Aa Aa

Am Landesgericht St. Pölten in Niederösterreich beginnt der Prozess gegen den Mann, der seine Tochter 24 Jahre in einem Kellerverließ eingesperrt hielt und mit ihr sieben Kinder zeugte, von denen sechs überlebten. Josef Fritzls Anwalt gab an, sein Klient beabsichtige “tabula rasa” zu machen. Die Anklage lautet auf Mord, Vergewaltigung, Nötigung, Freiheitsentziehung, Blutschande und Sklavenhandel.

1984 hatte Fritzl seine damals 18-jährige Tochter Elisabeth in den Keller seines Hauses in Amstetten gelockt und sie zunächst ein Dreiviertel Jahr an Eisenketten gehalten und mehrfach täglich vergewaltigt. 24 Jahre sollte ihr Martyrium dauern. Aus der ganzen Welt ist die Presse da, ein Mann auf der Straße in Amstetten meinte, der Name Amstetten sei für immer mit dem Verbrechen eines Mannes verbunden. Für die Einwohner sei das unerträglich. Hauptzeugin Elisabeth Fritzl wird nicht im Gerichtssaal erscheinen. Ihre Aussagen sollen auf Video vorgespielt werden. Mit einem Urteil ist am Freitag zu rechnen.