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Istanbuler Wasserkonferenz: Demonstranten festgenommen

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Istanbuler Wasserkonferenz: Demonstranten festgenommen

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In Istanbul beraten mehr als 15.000 Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter übers Wasser. Die wichtigste Ressource des Menschen wird immer knapper, weil Bevölkerung und Verbrauch zunehmen. Hinzu kommt der Klimawandel. Erst vergangene Woche warnten die Vereinten Nationen vor einer Wasserkrise. Dennoch: Verbindliche Zusagen sind auf der 5. Weltwasserkonferenz nicht geplant. Sie findet alle drei Jahre statt.

Zahlreiche Demonstranten protestierten dagegen in den Straßen der türkischen Hauptstadt. Sie forderten ein Recht auf Wasser für alle. Wasser sei Leben, es dürfe nicht verkauft werden. Einige Demonstranten versuchten, zum Konferenzgelände zu gelangen. Dabei kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Tränengas ein. 17 Demonstranten wurden festgenommen. Rund eine Milliarde Menschen haben laut UNO noch immer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Kampf darum ist Ursache zahlreicher Konflikte, vor allem in Afrika. Die Verschmutzung Auslöser der meisten Krankheiten in Entwicklungsländern. Experten fürchten, dass Millionen Menschen wegen der Wasserknappheit umsiedeln müssen.