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Krise in Pakistan so gut wie beendet

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Krise in Pakistan so gut wie beendet

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Er ist Dreh- und Angelpunkt der jüngsten innenpolitischen Konflikte der Atommacht Pakistan.

Der 60-jährige Jurist Iftikhar Chaudhry. Der Streit um seine nun rückgängig gemachte Entlassung als Oberster Richter des Landes, hatte mit zum Sturz von Militärmachthaber Pervez Musharraf geführt. Im März 2007 entließ der damalige Präsident Musharraf den Obersten Richter. Zehntausende Menschen protestierten. Es kam zu Straßenschlachten. Musharraf verhängte den Ausnahmezustand. Musharraf verlor dann die Wahl. Chaudhry ist ab Samstag wieder im Amt. Begeisterung bei den Menschen. Eine Frau meinte: “Niemand hatte den Mut aufzustehen und sich gegen den Militärdiktator zu stellen. Er hat es getan und wir danken ihm dafür.” Ein Mann sagte: “Das ist ein großartiges Geschenk. Dank Gott und der neuen Regierung ist Pakistan eine stärkere Nation geworden.” In einer Ansprache an die Nation kündigte Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani die Wiedereinsetzung des Richters am Verfassungsgericht an. Oppositionsführer Nawaz Sharif beendet daraufhin den langen Marsch nach Islamabad, der mit einem unbefristeten Sitzstreik enden sollte. Präsident Assif Ali Zardari hatte sich gegen die Wiedereinsetzung Chaudhrys erbittert gewehrt. Ohne Erfolg. In zahlreichen Städten kam es zu Freudenfeiern.