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Linksruck: Funes erklärt sich zum Präsidenten

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Linksruck: Funes erklärt sich zum Präsidenten

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Bei der Präsidentenwahl in El Salvador liegt der Kandidat der ehemaligen Guerilla-Bewegung FMLN, Mauricio Funes, vorn. Wenn sich wie erwartet die bisherigen Ergebnisse der Stimmauszählung bestätigen, gehen in dem mittelamerikanischen Land mit Funes als neuem Staatschef zwanzig Jahre Herrschaft der Konservativen zu Ende.

Gegen Funes war der ehemalige Polizeichef Rodrigo Avila von der Arenapartei angetreten. Der bisherige Präsident Antonio Saca – auch von der Arenapartei – durfte nach der Verfassung nicht mehr antreten. 4,2 Millionen Menschen waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahlbeteiligung war rege. Über 4000 Wahlbeobachter waren vorort. Funes hatte angekündigt, im Falle eines Sieges Reformen durchsetzen zu wollen, um die Kluft zwischen Reich und Arm zu verringern. Er wolle sich dabei Brasilien zum Vorbild nehmen. El Salvador leidet unter Armut und Gewalt. Mit mehr als 3000 Morden pro Jahr hält es auf dem amerikanischen Kontinent einen traurigen Rekord.