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Französische Conti-Beschäftigte wütend


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Französische Conti-Beschäftigte wütend

In Frankreich haben hunderte Mitarbeiter ihrer Wut gegen die Schließung eines Werks des deutschen Autozulieferers Continental Luft gemacht.

Im nordostfranzösischen Reims hängten die erzürnten Beschäftigten aus dem Reifenwerk Clairoix auch Puppen auf, die den Werksleiter und einen deutschen Manager darstellen sollten. Sie bewarfen beide Figuren mit Eiern und Schuhen. Ein Demonstrant: “Wenn Continental hier dicht macht, dann kommen hier in der Gegend auch alle anderen Betriebe in Schwierigkeiten.” Eine Kollegin: “Wie soll man hier nicht enttäuscht sein ? Wir sind zu zweit im selben Unternehmen. Ich kenne Familien, da sind fünf Brüder betroffen.”

In Frankreich hatte sich vergangene Woche auch die Regierung verärgert über die Schließung gezeigt und dem deutschen Hersteller vorgeworfen, gegen französische Bestimmungen zu verstoßen.

Die 1120 Mitarbeitern aus dem Werk in Clairoix fühlen sich auch deshalb hintergangen, weil sie erst vor gut einem Jahr Zugeständnisse bei Arbeitszeit und Löhnen gemacht hatten. Continental wies den Vorwurf zurück, mit der dortigen Schließung “Rechtsbruch” zu begehen. Die von den Gewerkschaften verlangte Ausdehnung der Kurzarbeit auf die maximal möglichen 18 Monate würde “die Werksschließung nur hinausschieben, aber nicht verhindern”.
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