Eilmeldung

Eilmeldung

Wasserprobleme im 21. Jahrhundert.

Sie lesen gerade:

Wasserprobleme im 21. Jahrhundert.

Schriftgrösse Aa Aa

So leben jene mehr als eine Milliarde Menschen ohne sauberes Trinkwasser! Fäkalien verschmutzen den See oder Fluß, aus dem auch Trinkwasser geschöpft wird. Muß man da noch erklären, woher Seuchen kommen und hohe Kindersterblichkeit? Was ist also Wasser? Ein Menschenrecht oder eine Ware?

Das meiste Süßwasser verbraucht laut Wasserforum die Landwirtschaft – rund 66 Prozent. Die Industrie um die 20 Prozent, 10 Prozent fließen durch private Haushalte – vor allem jene in den Industrieländern – und 5 Prozent verdunsten. Wasser – das ist im 21. Jahrhundert ein soziales Problem. In reichen Ländern verbraucht jeder nur für eine morgendliche Fünf-Minuten-Dusche mehr Wasser, als ein Slumbewohner als Tagesbedarf zur Verfügung hat. Für alles vom Wäschewaschen über Körperpflege bis zur Nahrungszubereitung. “Die nächsten Kriege werden um Wasser geführt”, warnte schon vor 14 Jahren der damalige Vizepräsident der Weltbank, Ismail Serageldin. Wasser ist schon heute der Hauptstreitpunkt zwischen Israel und seinen Nachbarn. Wäre denn nicht die Entsalzung von Meereswasser eine Lösung? Algerien hat damit begonnen, Vorreiter ist Saudi Arabien. Die Technologie ist sehr energieaufwendig – also heutzutage nur für energiereiche Staaten machbar. Jedes Lebenwesen auf der Erde braucht Wasser, um zu existieren. Wächst die Erdbevölkerung weiter braucht sie auch mehr Wasser. Steigt zusätzlich der Lebensstandard, wird noch mehr vom kostbaren Naß gebraucht. Für die Produktion von einem Kilo Fleisch z.B. bis zu 20.000 Liter. Wenn aber die Natur nicht mitmacht, wenn sie überfordert wird, dann bericht sie auf vor Trockenheit und zeigt ihre nunmehr unfruchtbaren Narben, wie eben erst im reichen Kalifornien. Wissenschaftler nennen es Klimawandel. Zu sorgloser Umgang mit dem lebensspendenden Element kommt auch dazu. Ebenso die Frage nach den großen Staudämmen zur Stromerzeugung. Auch hier liegen Fluch und Segen eng beieinander. Eingriffe in die Natur, das haben wir schon schmerzlich lernen müssen, haben nie nur positive Wirkungen für die Menschen. Und die Zeit drängt. Experten rechnen vor: schon im Jahr 2075 könnten drei bis 7 Milliarden Menschen nicht mehr genug sauberes Wasser zur Verfügung haben.