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Gespräche mit GM über Opel-Zukunft

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Gespräche mit GM über Opel-Zukunft

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Deutschlands Wirtschaftsminister und die Führung von General Motors haben über die Zukunft der Tochterfirma Opel gesprochen.

Nach dem Treffen mit GM-Chef Rick Wagoner in Washington sprach Karl-Theodor zu Guttenberg von einem klaren Entgegenkommen. So würde sich GM künftig mit einer Minderheit an Opel begnügen; auch in der Frage der Opel-Patente wolle man helfen. Allerdings gebe es bei dem geforderten Sanierungskonzept keine neuen Erkenntnisse. In der Debatte geht es um die teilweise Loslösung von Opel und weiteren europäischen Tochterfirmen von General Motors, das schwer angeschlagen ist. Eine solche Trennung wäre außerordentlich schwierig, zum Beispiel wegen der Patente: Sie gehören GM, das sie aber der amerikanischen Regierung als Sicherheit verpfändet hat. Außerdem ist Opel für sich genommen zu klein, um auf Dauer als selbstständiger Autobauer zu bestehen. Opel will für die Loslösung staatliche Hilfen von über drei Milliarden Euro, das meiste davon aus Deutschland. Die Bundesregierung will aber sichergehen, dass Hilfsgelder nicht zu GM nach Amerika fließen. Daher ist sie gegenüber den Bemühungen skeptisch. Auch Wirtschaftsexperten raten von staatlicher Hilfe ab und sehen einen Ausweg eher im Neuanfang aus einer Insolvenz. Die Zukunft von General Motors hängt ihrerseits von Entscheidungen in Washington ab, wo der Konzern bis Ende des Monats ein eigenes Rettungskonzept vorlegen muss. Guttenberg spricht heute in Washington auch noch mit Regierungsvertretern, darunter Finanzminister Timothy Geithner.