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Zweiter Prozesstag gegen Josef F.

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Zweiter Prozesstag gegen Josef F.

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Im österreichischen Sankt Pölten wird an diesem Dienstag der Inzest-Prozess gegen Josef Fritzl fortgesetzt. Am ersten Tag verbarg der Angeklagte sein Gesicht hinter einem Aktenordner. Der inzwischen 73-Jährige legte ein Teilgeständnis ab. Er wird beschuldigt, seine Tochter Elisabeth 24 Jahre lang im Keller seiner Hauses gefangen gehalten und dort tausendfach vergewaltigt zu haben. Die Aussage des Opfers, das heute 43 Jahre alt ist, wurde auf Video aufgezeichnet. Sie wird den Geschworenen und Ersatzschöffen stückweise vorgespielt. 1984 lockte Fritzl seine Tochter in den von ihm vorbereiteten fensterlosen Keller und kettete sie an. Allein brachte sie dort sieben Kinder zur Welt, sechs überlebten. Presse und Öffentlichkeit sind von dem Prozess ausgeschlossen. Mit dem Urteil wird an diesem Freitag, möglicherweise schon am Donnerstag gerechnet. Fritzl droht lebenslange Haft.