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AIG-Chef verteidigt Bonuszahlungen


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AIG-Chef verteidigt Bonuszahlungen

Im Streit um die Managerprämien beim US-Versicherungsriesen AIG hat dessen Vorstandschef vor dem US-Kongress die Zahlungen verteidigt.

Edward Liddy sagte in Washington, die Zwänge eines harten Wettbewerbs seien dafür verantwortlich. AIG hatte mehr als 160 Millionen Dollar an Boni ausgeschüttet und dafür massive Kritik geerntet. Regierung und Kongress fordern die Rückgabe der Gelder. Der demokratische Senator Charles Schumer drohte, andernfalls das Geld per Steuergesetzgebung zurückzuholen. Seine Warnung an die Empfänger: “Geben Sie das Geld zurück, sonst machen wir das für Sie.” Der Staat müsse jetzt als Eigentümer sagen, so der mächtige Abgeordnete Barney Frank, es gebe keinen Bonus, die Leistung sei zu schlecht gewesen. Die US-Regierung hatte AIG mit rund 180 Milliarden Dollar aus Steuergeldern mehrmals vor dem Aus bewahrt. Seither gehört AIG zu rund 80 Prozent dem Staat. Die Bevölkerung kocht vor Wut: AIG sei einer der unverschämtesten Betrugsfälle aller Zeiten, sagt ein New Yorker. Eine andere Bürgerin findet es entsetzlich, dass die hohen Tiere Bonuszahlungen erhielten, während sich der kleine Mann in Gefahr befinde, seinen Job zu verlieren. AIG-Chef Edward Liddy hatte eine Reform des Bonus-Systems versprochen. Übrigens: Liddy arbeitet erst seit einem halben Jahr für die Firma – und zwar für ein symbolisches Jahresgehalt von einem US-Dollar.

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