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Fed Milliarden für Ramschpapiere

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Fed Milliarden für Ramschpapiere

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Die US-Notenbank Fed ist bereit, für weitere 1050 Milliarden Dollar Schuldpapiere anzukaufen, darunter hypothekenbesicherte Wertpapiere für bis zu 750 Milliarden Dollar und langlaufende US-Staatsanleihen für bis zu 300 Milliarden Dollar.

Sie beschloss diese sogenannten “unorthodoxen Mittel”, da bei den Leitzinsen kein Spielraum mehr nach unten besteht. Sie blieben unverändert. Der Ankauf der Schuldtitel soll die langfristigen Kapitalmarktzinsen drücken. Gegner fürchten, die Fed könnte zu einem Finanzierungsvehikel für die US-Regierung werden und ihre Unabhängigkeit einbüssen. Der Hintergrund: Die Geldmenge umlaufender US-Dollars hat sich in den vergangenen 12 Monaten bereits auf 1,6 Billionen verdoppelt. Das schürt die Angst vor hohen Inflationsraten und schwindender Kreditwürdigkeit der USA. Angesichts von fast 500 Milliarden Dollar staatlicher Kreditaufnahme sorgt sich inzwischen sogar Chinas Premierminister Wen Jiabao öffentlich um die Kreditwürdigkeit der USA. China ist der wichtigste Finanzier der amerikanischen Defizite.