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Generalstreik in Frankreich

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Generalstreik in Frankreich

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Frankreich steht ein schwarzer Donnerstag bevor. So nennen die Gewerktschaften den morgigen Generalstreik, der das Land weitgehend lahmlegen soll, so ein Sprecher.

Zuerst sind der Flug-, Bahn- und Busverkehr von dem Streik betroffen, dann auch Schulen, Universitäten und Firmen. Etwa 70 Prozent weniger An- und Abflüge soll es von Pariser Flughäfen geben. Rund 60 Prozent der Hochgeschwindigkeitszüge TGV fahren nicht und 45 Prozent der Regionalzüge bleiben stehen. Die Gewerkschaften protestieren damit gegen die Wirtschaftskrise und die wachsende soziale Ungerechtigkeit im Land. Sie betrachten die Regierung als unfähig, die Krise zu bewältigen und fürchten gewalttätige Aktionen. Gewerkschaftsvorsitzender Rene Valladon sagte: “Die Regierung macht einen Fehler, wenn sie die Wut der Menschen unterschätzt. Noch sind alle friedlich, doch der Wille zur Gewalt wächst. Die Regierung muss sich über die Lage im Klaren sein. Wir fürchten, dass der Präsident den wirtschaftlichen Dogmen nachhängt, derentwegen er gewählt wurde. Doch die Wirtschaftskrise hat diese Dogmen hinweggefegt.” Die Gewerkschaften rechnen mit einer noch größer Beteiligung als bei dem Generalstreik vom 29. Januar. Damals gingen in ganz Frankreich fast zwei Millionen Menschen auf die Straßen.